Homberg, 10.04.2021
1. FC Köln U21 - VfB Homberg 5:2 (1:2)

Der VfB Homberg hat heute das Auswärtsspiel bei der U21 des 1. FC Köln deutlich verloren und steht in der Tabelle der Regionalliga West weiter auf dem ersten Abstiegsplatz. Das rettende Ufer ist jetzt drei Punkte entfernt und nach wie vor aus eigener Kraft zu erreichen - dafür muß man aber in den nächsten Spielen vor allem im Defensivbereich anders auftreten als im Franz-Kremer-Stadion. Relativierend kann man anführen, daß am Geißbockheim das sprichwörtliche "letzte Aufgebot" - neben den vielen Verletzten fehlten auch die gesperrten Mike Koenders und Thorsten Kogel, auf der Bank blieben zwei Plätze frei - zu Werke gehen mußte. Dennoch hätte man es dem Gegner in viel zu vielen Situationen nicht so einfach machen dürfen.

Trainer Sunay Acar ersetzte die gesperrten Koenders und Kogel durch Clinton Asare und Cottrell Ezekwem, Necirwan Mohammad löste Kinsgley Marcinek ab. Nach drei Minuten lief der erste Angriff der Geißböcke über die rechte Seite, der Abschluß von Oliver Schmitt flog über die Querlatte. Nach einem Mißverständnis der VfB-Defensive versuchte es Marvin Obuz mit einem Schlenzer auf das verwaiste Tor, verfehlte das Ziel aber. Die Homberger zeigten sich nach einer Viertelstunde erstmals im gegnerischen Strafraum, Pascale Talarskis Vorarbeit nutze Marvin Lorch zu einem Anspiel zu Danny Rankl, der aber abgeblockt wurde. Die anschließende Ecke von Ricardo Antonaci wurde von Rankl über das Kölner Tor geköpft. Wenig später fiel nach einer Ecke auf der anderen Seite das 1:0: Dreimal konnten sich die "kleinen Geißböcke" den Ball im VfB-Strafraum zuschieben, Lukas Nottbeck traf mit einem verdeckten Schuß. Danach passierte zehn Minuten lang wenig und dann stand es 1:1: Nach einem Antonaci-Freistoß aus dem rechten Halbfeld kam der Ball nach links außen, Pascale Talarski brachte das runde Leder in die Mitte. Danny Rankl legte zu zurück auf Pierre Nowitzki, der mit einem satten Schuß sein erstes Saisontor erzielte - es war dem "Dauerläufer" im Homberger Mittelfeld einfach nur zu gönnen. Fünf Minuten später hatte Philipp Gutkowski im eigenen Strafraum den Ball am Fuß, ein Kölner "schlich" sich von hinten an - Warnrufe der Mitspieler waren nicht zu hören - der Ball flog als Querschläger am Tor vorbei. Cottrell Ezekwem war gegen Oliver Schmitt auf dem Posten (39.), wenig später stand es 1:2: Nach starker Balleroberung und ebenso starkem Zuspiel von Kapitän Necirwan Mohammad faßte sich Marvin Lorch ein Herz und traf vom linken Strafraumeck in den rechten Torwinkel. Die Pausenführung war auf Grund der leidenschaftlich pressenden Offensive - nicht nur Pascale Talarski und Danny Rankl gingen weite Wege - nicht unverdient, aber es hätte auch anders stehen können.

Nach dem Wiederanpfiff von Schiedsrichter Cedric Gottschalk - kein Freund des VfB Homberg, man möge sich an das letztjährige Pokalspiel bei TuRU Düsseldorf oder in dieser Saison an das Gastspiel in Straelen erinnern - gab es die erste bemerkenswerte Szene nach drei Minuten: Pierre Nowitzki mußte verletzungsbedingt ausgewechselt werden, Kingsley Marcinek kam in die Partie. Der Youngster besetzte die rechte Seite, Marvin Lorch ging nach links und Ahmad Jafari agierte fortan als Sechser neben Kapitän Necirwan Mohammad. Wenig später war Philipp Gutkowski auf dem Posten, als er Justin Petermanns Flanke von der linken Seite artistisch und unkonventionell abwehrte. Jeffrey Malcherek konnte noch gegen Oliver Schmitt klären (52.), dann fiel der Ausgleich. Ein langer Ball auf Tim Lemperle wurde nicht konsequent verteidigt, der herausgelaufene Gutkowski konnte dem Ball auf seinem Weg ins Tor nur hinterherblicken. Eine Minute später tauchte Schmitt mutterseelenallein im rechten Teil des Homberger Strafraum auf, Clinton Asare bekam noch ein Bein dazwischen. Der eingewechselte Jae-Hwan Hwang hätte wenig später nachlegen können, aber eine bärenstarke Fußabwehr von Gutkowski verhinderte das 3:2. In der 70. Minute hielt dann ein Homberger, der sich gefoult fühlte, den Ball mit der Hand fest - das Spiel war aber nicht unterbrochen. Schiedsrichter Gottschalk gab folgerichtig Freistoß für die Domstädter, Lucas Musculus war am Ende der Nutznießer und traf zum 3:2. Die Gäste gaben sich nicht auf und versuchten Angriffe aufzubauen, es kam aber nichts mehr dabei heraus. Stattdessen schraubten Hwang, der allein auf das VfB-Tor zulaufen konnte, und Joshua Schwirten mit einem "Tor des Monats" in den linken Torwinkel das Endergebnis auf 5:2.

Weiter geht es am kommenden Samstag mit einem Heimspiel gegen die Sportfreunde Lotte, die den ersten Nichtabstiegsplatz belegen. Dann gilt nur eines: Heimsieg.

VfB Homberg: Gutkowski - Antonaci, Malcherek, Ezekwem, Asare - Lorch, Nowitzki (48. Marcinek), Mohammad, Jafari - Talarski, Rankl (84. Harouz)

Bank: Buer (TW), Harouz, Marcinek, Palla, Yesil

Nicht im Kader: Armen, Hirschberger, Kaltak, Kayaoğlu, Kücükarslan, Walker (alle verletzt), Koenders, Kogel (gesperrt)

Tore: 1:0 (19.) Nottbeck, 1:1 (30.) Nowitzki, 1:2 (43.) Lorch, 2:2 (56.) Lemperle, 3:2 (79.) Musculus, 4:2 (82.) Hwang, 5:2 (87.) Schwirten

Schiedsrichter: Cedric Gottschalk (Batenbrocker Ruhrpottkicker)

Zuschauer: 0

pjg (360 )

       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
      

Fotos: Michael Ketzer / Christiane Trömer
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