Homberg, 30.11.2025
„Ein Abend, der alles hatte – außer dem verdienten Lohn“
**Spielbericht - 11. Spieltag**
Es war angerichtet: Flutlicht-Atmosphäre, dichter Nebel über den Feldern, ein Duell Erster gegen Dritter. Man spürte schon beim Aufwärmen – heute wird’s knistern.
Ein Start wie ein Orkan – aber ohne Ertrag Homberg beginnt mit Vollgas. Schon in der 3. Minute steht Loui allein vor dem Keeper – doch der Schlussmann pariert. Nur wenige Sekunden später die nächste Möglichkeit, doch Emilijan trifft den Ball nicht sauber.
Und dann schlägt der Gastgeber aus dem Nichts zu. In der 5. Minute rutscht ein Ball quer durch den Strafraum, keiner bekommt ihn geklärt – 1:0 für die JSG. Kaum hat man sich geschüttelt, fällt in der 11. Minute das 2:0. Sehr zweifelhaft, vermutlich Abseits – aber der Schiedsrichter lässt laufen. Es wirkt, als würde das Spiel schon hier seine Story schreiben: Chancen auf der einen, Effektivität auf der anderen Seite.
Der Schockmoment, der alles verändert 16. Minute. Ein Zweikampf im Mittelfeld. Noah geht zu Boden – und bewegt sich nicht mehr. Sofort ist klar: Das ist schlimm. Die Kniescheibe scheint rausgesprungen zu sein. RTW, lange Behandlung, 35 Minuten Unterbrechung.
In der Teamrunde fällt die Entscheidung, die Charakter zeigt: „Wir spielen weiter. Für Noah.“ Und dieses Signal entfesselt etwas.
Hombergs Reaktion: Wille, Wucht – und Pech
Nach Wiederanpfiff rollt Angriff um Angriff auf das Tor der JSG. Hochkaräter im Minutentakt – aber der Ball will einfach nicht über die Linie. Bis in die 35. Minute: Emilijan wird im Strafraum klar gelegt – Elfmeter. Loui tritt an. Der Keeper pariert. Der Nachschuss geht über das Tor. Es wäre der perfekte Anschluss vor der Pause gewesen. Stattdessen eskalieren kurz vor dem Halbzeitpfiff die Emotionen am Spielfeldrand – Ordner müssen eingreifen.
Zweite Halbzeit – ein Spiel der Mentalität
Homberg kommt aus der Kabine wie ein Boxer, der weiß, dass er in Rückstand liegt, aber immer noch genug Power hat. Die Zweikämpfe werden härter, der Druck größer, die JSG wackelt. Und dann trifft’s Homberg erneut hart: Ein abgewehrter Ball prallt unhaltbar an Jans Kopf, wird zur Bogenlampe – Eigentor zum 3:0 (64.). Bitter, unglücklich, symptomatisch für den Tag.
Doch Aufgeben? Fehlanzeige.
Selbst der Ersatztorwart wird als Feldspieler gebracht – jeder wirft alles rein. Aber mit der Intensität steigt auch die Reibung: Spieler der Heimelf provozieren den Homberger Trainer, ohne dass ihr Coach einschreitet. Erst ein Ordner beruhigt. Hombergs Moral wird belohnt – aber zu spät 82. Minute: Endlich! Emilijan läuft ein, zieht ab und trifft überlegt ins lange Eck – der 3:1-Anschlusstreffer.
Und plötzlich ist wieder Feuer im Spiel.
Die 86. Minute bringt die Szene des Spiels: Ein perfekter Angriff, eine butterweiche Hereingabe, Jefferson vollendet – Tor!
Aber der Jubel platzt Sekunden später in sich zusammen. Abseits. Eine Entscheidung, die sich nach Spielende als klar falsch herausstellt.
Es wäre die dritte Luft für Homberg gewesen.
So endet das Spiel 3:1 – mit viel Drama, Herz, Kampf und einem bitteren Beigeschmack. Auf dem Weg in die Kabine provozieren einzelne Heimfans unsere Spieler erneut – ein unschöner Abschluss eines intensiven Nachmittags.
Fazit vom Coach „Was die Jungs heute abgeliefert haben, war riesig. Vor allem nach der schweren Verletzung von Noah: so viel Moral, so viel Herz, so viel Leidenschaft. Wir belohnen uns wieder nicht für die vielen Chancen – das ist bitter, aber das werden wir abstellen.
Was das Verhalten einzelner Heimspieler angeht: Respekt ist keine Option, Respekt ist Pflicht. Ich hätte mir ein Wort vom gegnerischen Trainer gewünscht. Auf dem Platz darf’s krachen – aber nach 90 Minuten muss Schluss sein.
Jetzt gilt unser Blick Noah: Gute und schnelle Genesung!“
MarSob ( )
|
|